Bitte Tanken, jetzt!
- Carlina Anderes

- 31. Dez. 2019
- 2 Min. Lesezeit
Wie merkt man, dass man total Gedankenverloren oder positiv formuliert, happy unterwegs ist. Wenn einem das Auto sagt, dass es kein Kraftstoff mehr hat.
Wie es dazu kam, der Mann und ich waren in der Heimat, denn er hatte geschäftliche Termine. Meine Mama und ich hatten beschlossen, dass Outlet Center in Landquart zu besuchen, da ich noch ein Dirndl haben musste. Meine Mama und ich setzten uns in den Wagen und fuhren los. Beim Einsteigen sprachen wir noch darüber, dass wir noch Tanken müssen. Ich fand jedoch, da wir noch eine Reichweite von über 80km hatten, dass wir auf dem Rückweg tanken können.
In Landquart schlenderten wir durch das Outlet und hatten sehr viel Spass und vergassen alles rund um uns. Wir kicherten wie Teenager und konnten uns ab einem Skateboard, wichtige Info: hatte ein Akita drauf (gleiche Rasse wie mein Hund) kaum mehr halten. Ich suchte schon nach Gründen um dieses Skateboard zu kaufen und legte es wieder zurück, teure Anschaffung für null Gebrauch. Schaade eigentlich. Wir sind noch in der Laden für Trachten und haben dort ein Dirndl für mich ausgesucht. Da ich am liebsten grau, blau, weiss, beige und schwarz mag, ist mein Dirndl in weiss, rot doch sehr mutig. Gekauft, ins Auto gepackt, richtige Musik ausgesucht und wir fuhren zurück.
"Dort vorne gibt es Stau" und genau in diesem Moment sagt der Fiat meiner Mama: "Bitte Tanken, Reichweite 0km". Was erlaubt sich dieses Auto, 0km vorhin hatten wir noch 80km und überhaupt die Strecke ist 60km hin und zurück. In genau diesem Moment kommen einem die ganz doofen Gedanken. Beginnend von "tschüss Ausweis, wir hatten eine tolle Zeit" bis hin zur Zeitungsüberschrift der Südostschweiz "Tochter und Mutter auf der Autobahn stehen geblieben, da kein Benzin".
Ein kurzer Anruf bei Papa sollte klären wo die nächste Tankstelle sei. Ist ja nicht so, dass wir beide ein Smartphone hätten, wo wir das nachsehen könnten. Auch sollte ich von früheren Freunden wissen, dass bei 0km noch immer ein paar KM in Reserve sind. Aber eben, Mama fährt ein Fiat und der hat ja auch behauptet, dass wir noch 80km hätten.
Wir fuhren also die nächste Ausfahrt raus und sind sofort an die Seite gefahren. Zündung raus und nochmals nachsehen wo die nächste Tankstelle ist. Die ist auf einem Hügel, ganz toll. Mal schauen ob wir das schaffen, wir beschliessen es zu versuchen. Die Spannung liegt deutlich in der Luft und wir fahren rauf, die Anzeige noch immer auf 0km, es ist egal, welche Tankstelle kommt, Hauptsache eine die offen hat!
Nach bangen Minuten den Hügel rauf sehen wir die Tankstelle fahren ran und geben dem Fiat 500 seinen wohlverdienten Stoff.
Normalerweise tankt meine Mama schon, wenn die Tanknadel in der Mitte ist. Ich persönlich, tanke immer, bevor die Reserve (100km) angebraucht wird.
Fazit: wir waren anschliessend wieder gechillt und hatten was zu erzählen.










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