Wie kam das jetzt...
- Carlina Anderes

- 17. Jan. 2019
- 2 Min. Lesezeit
In den letzten Jahren bin ich verschiedenen Arbeiten nachgegangen, die einen haben mir mehr und manche weniger Freude bereitet. Die Kollegen sagten jeweils, Hauptsache das Team stimmt, dann ist die Arbeit nicht so wichtig. Dem stand und stehe ich Heute noch etwas kritischer entgegen. Ist es am Ende des Tages nicht ein Match zwischen Inhalt, Kollegen und ich gebe es zu, dem monetären Aspekt? Dazu kommt sicher noch die eigene, wenn möglich eine positive Grundeinstellung gegenüber der Arbeit und dem Umfeld. In der Vergangenheit habe ich das nicht immer geschafft. Ich war nicht immer positiv, konnte die Arbeit nicht schätzen oder wurde von Vorgesetzten zu wenig geschätzt. Ich habe immer etwas gefunden, was mich störte und ich konnte in den letzten Jahren nicht über meinen eigenen Schatten springen. Heute weiss ich, ich war nicht angekommen.
Heute, ja heute bin ich glücklich, denn ich habe den Sprung in die Selbständigkeit gewagt und fühle mich angekommen.
Ich habe kein geregeltes Einkommen mehr, die Schuhe bei Zalando werden nicht einfach so bestellt und ich muss mir überlegen ob ich über Mittag etwas selbstgekochtes mitbringe oder im Take Away etwas holen gehe. Doch ich bin damit einverstanden und zufrieden.
Wie kam das jetzt, dass ich den Weg in die Selbstständig eingeschlagen habe. Mein Papa hat mir die heute umgesetzte Geschäftsidee schon vor Jahren nahe gelegt, da war ich jedoch nicht bereit dazu. Denn zuerst wollte ich im Job erfolgreich sein. Das Mädchen aus den Bergen ist in die Grossstadt gezogen und hat es geschafft, dass alle stolz auf mich sind.
In den letzten Jahren durfte ich diverse Vorgesetzte kennenlernen, welche mir gegenüber die verschiedensten Versprechungen zusagten, die sie im Endeffekt nicht halten konnten. Zudem habe ich Vorgesetzte kennen gelernt, welche mir zeigten wie ich den Job zu erledigen hatte, toll so hatte er schon meine Arbeit getan. Zuletzt gab es noch die, die den Status als Vorgesetzten ausnutzten um Macht ausspielen zu können. Für mich ziemlich traurig, denn in der heutigen Zeit sollten alle gleichberechtig sein. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war mir klar, ich möchte für mich selbst verantwortlich sein. Worauf die Überlegungen mit meinem Mann anfingen, mit welchem Unternehmen sich Selbstständig machen? Ideen hatten wir viele; bei einigen glaubten wir nicht an die Idee bei anderen brauchte man viel zu viel Startkapital. So haben wir über die Monate viele Gedanken wieder verworfen bis der Vorschlag von meinem Papa wieder in den Sinn gekommen ist. Mein Mann war sofort überzeugt und wir gründeten unser erstes gemeinsames Unternehmen. Ich gebe es offen zu, den Mut zu finden, sich selbständig zu machen hat viel Zeit, Recherche und viel Vertrauen in mich gebraucht.
Mein grösster Beweggrund um in die Selbständigkeit zu wechseln ist die Selbstbestimmung, eigene Ideen zu verwirklichen und sich selbst wieder näher zu sein.










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