Wir machen Hundeschule, anderes.
- Carlina Anderes

- 25. Aug. 2019
- 2 Min. Lesezeit
„Was ist das für ein Hund“? Das ist ein Akita. „Sieht aus wie ein Schlittenhund“.
Dies höre ich aktuell mindestens ein Mal die Woche. Gibt man bei Google die Stichworte Akita vs. Husky ein, sieht man ziemlich schnell, dass die zwei sehr wenig gemeinsam haben.
Zum Thema zurück, man sagt ja, dass jeder das bekommt, was er braucht und damit auch eine Aufgabe, die man sich selbst gibt. Wir haben ein Akita Weibchen, manchmal Diva, manchmal Teufelchen. Sie ist lebhaft und bringt einem an manchen Tagen um den Verstand und an anderen Tagen würde man am liebsten nicht von der Seite weichen. Da es viel mehr Tage von den Letzteren gibt, macht es auch sehr viel Spass mit einem Hund zu leben. Die drei Katzen, welche zu unserer Familie gehören, werden im und um das Haus sehr gut bewacht und haben sich an Madame gewöhnt. So jetzt wisst ihr alles über unsere Haustiere.
Dem Akita wird ausgeprägter Charakter nachgesagt, daher besuchen wir eine Hundeschule, nicht irgendeine sondern die Tschigi Hundeschule, die Details sind verlinkt. Marlen, die Inhaberin hat sich auf die Sprache zwischen Mensch und Tier spezialisiert und hat eine tolle Art mit den Hunden und ihren Besitzern umzugehen. Wir arbeiten mit Handzeichen, sprechen mit dem Hund in ganzen Sätzen, loben unsere Hunde und achten auf die Zeichen welche sie uns geben. Kurz wir achten auf die Kommunikation. Nicht umsonst, möchten wir der beste Freund sein, also sprechen wir auch so mit unserem Tier. Einmal im Monat nehme ich zusätzlich an den Social Spaziergängen teil. Da sind immer drei bis vier Hunde mit ihren Besitzerinnen und Besitzer. Während 30-45 Minuten wird spaziert, darauf geachtet was der Hund vorne, hinten und der eigene tut. Es wird angehalten, ruhig gewartet (wichtig zu lernen) und viel Zeit gegeben. Sie lernen zu schnuppern und zu kommunizieren und wir Menschen lernen zu verstehen und setzen das gelernte von Mal zu Mal besser um.
Beim letzten Mal war ein Mann mit seinem Bolonka da. Er erzählte uns davon, dass seine Partnerin ihn mit zur Hundeschule genommen hat. Am Anfang dachte er, jetzt spinnen die Frauen, sprechen mit den Hunden wie mit Kindern. Was denken die Menschen, wenn sie einen Erwachsenen Mann mit dem Hund so sprechen hören, das kann doch nicht funktionieren, dies und weitere Anekdoten erzählte er uns. Doch konnte er bei seiner Freundin und dem Hund den Erfolg sehen. "Da muss was dran sein", meinte er mit einem Lachen. Er beobachtete dies weiterhin. Als er eines Tages mit dem Bolonka alleine Gassi war, rutschte ihm einer der Sätze raus und siehe da, es hat funktioniert. Seitdem übt er fleissig mit dem Hund zu kommunizieren. Zu der Meinung der Anderen: "es funktioniert, dass ist das wichtigste".
Da Frage ich mich, hat mein Mann das zu Beginn echt auch gedacht. Er hat bisher nichts gesagt, da er ein Gentleman auf ganzer Linie ist. Aber wir sind Anderes und machen gerne was anderes, auch bei der Hundeschule.



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